Einbaustrahler: Lochmaß, Einbautiefe, Abstand und wie viele man braucht
Ratgeber · 7. Okt. 2026
Einbaustrahler: Lochmaß, Einbautiefe, Abstand und wie viele man braucht
Von Engin Demirel · Elektrotechniker, Lehrmeister · 12 Jahre Erfahrung
Kurze Antwort: Die gängigsten Lochmaße (Deckenausschnitte) für Einbaustrahler sind 55, 65, 75, 85, 95, 105 und 150 mm; das genaue Maß steht auf jeder Produktseite als Einbau- bzw. Ausschnittmaß. In der Gipskartondecke braucht man mindestens 1–2 cm mehr Hohlraum als die Bauhöhe des Spots. Im Wohn- und Schlafzimmer liegen Einbaustrahler meist 1–1,5 m auseinander und 40–60 cm von der Wand entfernt. Für ein 20-m²-Wohnzimmer reichen etwa 8 Spots mit 7 W (rund 600 lm).
Lochmaße
- 55–65 mm: kleine Akzentstrahler, GU10-Einbaurahmen.
- 75–95 mm: die üblichsten COB-Einbaustrahler im Wohnbereich (5–12 W).
- 105–150 mm: breitstrahlende Downlights für Laden und Büro.
- ab 200 mm: große Downlights für hohe Decken und Gewerbe.
Vor dem Bohren Ausschnittmaß und Bauhöhe prüfen. Ist das Loch nur wenige Millimeter zu groß, greifen die Federn nicht; ist es zu klein, passt der Spot nicht hinein. Eckige Spots brauchen einen eckigen Ausschnitt.
Einbautiefe und Wärme
Gehäuse und Treiber liegen in der Decke. Zur Bauhöhe 1–2 cm addieren; einen separaten Treiber neben den Spot frei in den Hohlraum legen, nicht auf die Dämmung. Wärme bestimmt die LED-Lebensdauer: Ein in Mineralwolle oder Schaum eingepackter Spot wird heiß und fällt früh aus.
Abstand untereinander und zur Wand
- Untereinander: bei 2,6–2,8 m Raumhöhe meist 1–1,5 m. Breitstrahlende Spots (ab 60°) erlauben größere, engstrahlende (24–36°) kleinere Abstände.
- Zur Wand: 40–60 cm. Um eine Wand anzustrahlen (Vorhang, Bild, Strukturwand) 30–40 cm und schwenkbare Spots; zu wandnahe Spots erzeugen harte Lichtkegel.
- Anordnung: die Spots nach Sitz- und Arbeitsbereichen verteilen statt in einer Linie durch die Raummitte, und erst bohren, wenn die Möblierung feststeht.
Wie viele Einbaustrahler?
Einfache Rechnung: benötigte Lumen ≈ Fläche (m²) × Ziel-Lux ÷ 0,6.
- Wohn- und Schlafzimmer: 100–150 Lux. 20 m² × 150 ÷ 0,6 ≈ 5.000 lm → 8 Spots à 600 lm.
- Küchenarbeitsplatte und Arbeitsbereiche: 300–500 Lux.
- Flur: 100 Lux; eine Reihe im Abstand von 1,2–1,5 m.
- Bad: etwa 200 Lux, im Nassbereich Spots ab IP44.
Spots kombiniert mit indirektem Licht und Stehleuchten wirken angenehmer als Spots allein; dimmbare Spots erlauben abends gedämpftes Licht.
Abstrahlwinkel und Lichtfarbe
- 24–36°: Akzente, Bilder, Kochinsel.
- 60°: der übliche Winkel für Grundbeleuchtung.
- ab 90°: weiches Grundlicht bei niedrigen Decken.
- Lichtfarbe: Wohnen 2700–3000 K, Küche und Arbeiten 3000–4000 K; für natürliche Farben CRI 90.
- Blendung: tief eingelassene Spots oder Wabenraster blenden nicht.
In Bursa übernimmt ENGN Spot-Planung, Produktauswahl und Montage für Wohnungen und Gewerbe.
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- → Lumen, Watt und Farbtemperatur
Häufige Fragen
Welches Lochmaß haben Einbaustrahler?
Gängig sind 55, 65, 75, 85, 95, 105 und 150 mm. COB-Spots im Wohnbereich liegen meist bei 75–95 mm; das genaue Maß steht beim Ausschnittmaß des Produkts.
Welchen Abstand sollten Einbaustrahler haben?
Bei 2,6–2,8 m Raumhöhe meist 1–1,5 m. Breitstrahlende Spots erlauben größere, engstrahlende kleinere Abstände.
Wie weit von der Wand setzt man Einbaustrahler?
40–60 cm für Grundlicht; 30–40 cm mit schwenkbaren Spots, um eine Wand anzustrahlen.
Wie viele Spots für ein 20-m²-Wohnzimmer?
Für 150 Lux etwa 5.000 Lumen, also rund 8 Spots mit 600 Lumen (≈7 W).
Wie viel Einbautiefe braucht ein Einbaustrahler?
1–2 cm mehr als die Bauhöhe des Spots. Spot und Treiber nicht mit Dämmung abdecken.
Welcher Abstrahlwinkel für Einbaustrahler?
60° für Grundlicht, 24–36° für Akzente und Bilder, ab 90° für weiches Licht bei niedrigen Decken.